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Sehenswürdigkeiten

Das ehemalige Klosterdorf Kirchwelver ist ein ortsbaugeschichtliches Dokument von hohem Rang. Die wahrscheinlich, im 11. oder 12. Jahrhundert gebaute romanische Kirche, wurde 1240 von den Zisterzienserinnen erweitert und bekam einen Turm. Sie diente von da an als Klosterkirche. Mehr als 100 Jahre wurde sie als Simultaneum von der reformierten Kirchengemeinde und dem katholischen Nonnenkloster genutzt. 1700 weihten die Nonnen dann eine neue, barocke Klosterkirche ein. Sie ist heute die katholische Gemeindekirche. Das malerische Klosterdorf mit den alten Klostergebäuden, seinen Teichanlagen, Handwerkerhäusern und dem nur noch teilweise erhaltenem Gräftensystem, stellt im westfälischen Raum eine einmalige Gesamtanlage dar.

Heimathaus Welver

Das Heimathaus in Kirchwelver beherbergt die größte heimatgeschichtliche Sammlung der Niederbörde. Auf über 600 m2 wird Altes und Schönes von den Welveraner Heimatfreunden präsentiert. Ein Besuch lohnt sich immer. Für die kleinen Gäste wird eine Gespensterführung durch das 300 Jahre alte Gebäude angeboten. Besonders erwähnenswert ist ein Dioramea der Schlacht von Vellinghausen, welches aus fast 3000 Zinnsoldaten besteht. Die Spinnerinnen und Weberinnen des Vereins zeigen bei den monatlichen Öfnnungen gern ihr können im alten Handwerk.

Öffnungszeiten:

Jeden ersten Sonnatg im Monat von 14 - 18 Uhr.

Sie können jederzeit Termine für Führungen unter der Rufnummer 02384-1510 vereinbaren.

Südlich der Ortschaft Dinker wurde in den letzten Jahre die Ahse renaturiert. Altarme, fließende Übergänge von Nasswiesen und Sümpfen bilden eine wundervolle Naturlandschaft. Die Artenvielfalt im Wasser, auf dem Wasser und in der Luft ist schon beeindruckend. Aussichtspunkte laden zu einer längeren Rast und zur Beobachtung der Flora und Fauna ein.

1938 begannen die Bauarbeiten zu einer Autobahn von Ost nach West auch im Bereich Welver. Die Arbeiten wurden wegen des Krieges eingestellt. Zurück blieben mehrere Pfeiler für Brücken die über die Autobahnstrecke führen sollten. Der massive Beton mit teilweiser Grünsandsteinverblendung hielt bis heute Stand. Seit 2013 sind Teile der geplanten Trasse und die Brückenpfeiler unter Denkmalschutz. Besonders hervorzuheben ist eine fast fertige Brücke zwischen der Beckumer Straße in Kirchwelver und dem Kettlerholz in Dorfwelver.

Die ursprünglich romanische Kirche, um 1150 erbaut, war Mittelpunkt einer Wehranlage (die Fischteiche im Pfarrgarten sind noch Reste der Kirchenburggräfte).

Die Kirche selbst ist mehrmals stark verändert worden, aber leider nicht immer von Bauleuten, deren Fähigkeiten denen ihrer Vorfahren gleichkamen. So wurden z.B. der romanische Turm und die vom Ursprung her noch erhaltene Südwand des Kirchenschiffs viel sorgfältiger und auch stabiler ausgeführt, als etwa 550 Jahre später (~1706) der Chorraum und die Nordwand; diese musste außen durch nachträglich errichtete Stützpfeiler und innen mit Eisenverstrebungen stabilisiert werden.

Auch die unsystematisch angeordneten barocken Fensteröff­nungen halten einem Vergleich mit dem viel schöner gegliederten Obergeschoss des romanischen Turms nicht stand, der doch mehr als ein halbes Jahrtausend älter ist, und dessen Form auch durch die Restaurierung und den Verputz 1993/94 nicht verändert wurde. Der sehr schön und ausgewogen geformte Turnhelm stammt von 1788. Er wurde gotischen Formen nachgebildet, nachdem die romanische Turmspitze einem Blitzschlag zum Opfer gefallen war.

Quelle: Kirchengemeinde Niederbörde

Der Name Dinker ist von der alten sächsischen Thingstätte abgeleitet, die am westlichen Ortsausgang Richtung Hamm lag.

Aus dem 9. Jahrhundert wird schon eine Taufkirche erwähnt.

Das hiesige Kirchspiel entstand im 10./11. Jahrhundert. In ihm lagen neun Adelshöfe, allerdings nur zwei im Bereich des heutigen Ortsteils Dinker. Es ist unklar, ob die Kirche auf dem Grund der ehemaligen Wasserburg Clötinghof oder nördlich daran anschließend steht. Die Burg wurde zerstört, die Gräften bestehen zum Teil noch. Auf einer Insel solch einer Gräfte steht noch ein ehemaliger Speicher.

Nördlich der Kirche befand sich auf dem heutigen Kirchplatz bis 1831 der Friedhof.

Das erste Gotteshaus an dieser Stelle wurde 1185 vollendet. Als Schutzpatron wählten die Dinkeraner den heiligen Othmar von St. Gallen. Dieser Mönch war der erste Abt jenes in der Schweiz gelegenen Klosters. Ein dinkerscher Ritter brachte auf dem Rückweg von einem Kreuzzug Reliquien des Heiligen aus St Gallen mit.

Der älteste Teil der heutigen Kirche ist die Westwand, die gleichzeitig noch ein Rest des alten Turmes von 1185 ist.

Dann folgt der Chor aus dem Jahr 1514 in gotischer Bauweise mit einem Kreuzrippengewölbe.
Das dreijochige Kirchenschiff wurde in den Jahren 1744 - 1747 erbaut. 
Das war eigentlich schon das Zeitalter des Barock, trotzdem hat man es im gotischen Stil errichtet, allerdings ohne Kreuzrippengewölbe, sondern mit einem einfacheren Kreuzgradgewölbe. Im westlichen Teil erstreckt sich über fast zwei Joche eine hölzerne Empore, welche nach Westen hin ansteigt und von acht runden Holzsäulen getragen wird.
Der baufällige Turm wurde im Jahr 1901 abgebrochen und im Jahr darauf neu errichtet. Er ist in schlichter, quadratischer Bauweise aus Ziegeln gebaut und erreicht in der Spitze mit dem Hahn eine Höhe von 40 Metern. Der Grundriss der Kirche ist der einer einschiffigen Saalkirche mit 5/8 - Abschluss. Der Chor besteht aus zwei Jochen. Im Zuge der Kirchenrestaurierung 2015/2016 wurde der ehemals smalteblaue Anstrich der Kreuzrippen im Chor freigelegt und erneuert.    

Quelle: Kirchengemeinde Niederbörde

Die ursprünglich romanische Kirche, um 1150 erbaut, war Mittelpunkt einer Wehranlage (die Fischteiche im Pfarrgarten sind noch Reste der Kirchenburggräfte).

Die Kirche selbst ist mehrmals stark verändert worden, aber leider nicht immer von Bauleuten, deren Fähigkeiten denen ihrer Vorfahren gleichkamen. So wurden z.B. der romanische Turm und die vom Ursprung her noch erhaltene Südwand des Kirchenschiffs viel sorgfältiger und auch stabiler ausgeführt, als etwa 550 Jahre später (~1706) der Chorraum und die Nordwand; diese musste außen durch nachträglich errichtete Stützpfeiler und innen mit Eisenverstrebungen stabilisiert werden.

Auch die unsystematisch angeordneten barocken Fensteröff­nungen halten einem Vergleich mit dem viel schöner gegliederten Obergeschoss des romanischen Turms nicht stand, der doch mehr als ein halbes Jahrtausend älter ist, und dessen Form auch durch die Restaurierung und den Verputz 1993/94 nicht verändert wurde. Der sehr schön und ausgewogen geformte Turnhelm stammt von 1788. Er wurde gotischen Formen nachgebildet, nachdem die romanische Turmspitze einem Blitzschlag zum Opfer gefallen war.

Quelle: Kirchengemeinde Niederbörde

Die Kirche wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert als Eigenkirche der Herren von Welver errichtet. Um 1240 wurde ein Zisterzeinserinnen Kloster dort gegründet. Die ehemals kleine Kirchbau wurde aufgestockt, erhielt einen großen Turm und ein Kreuzschiff. Die romanische Kirche diente von da an als Klosterkirche. Mit der Reformation in Soest wurde zunächst ein evangelischer Vicekurat eingesetzt. Der Bau diente dann über einhundert Jahre als Simultaneum. Auf der Nonnenempore wurde die katholische Messe gefeiert während man unten Gottesdienst des “neuen” Glaubens beging. Nachdem die Nonnen um 1700 dann eine neue barocke Kirche gleich nebenan bauten, war die Kirche allein für die evangelische Gemeinde.

Erwähnenswert:

Von 1728-1775  war Johann Theodor Melchior Brockhaus Pfarrer der evangelischen Gemeinde. Er war der “Opa” des Verlagsgründers Friedrich Arnold Brockhaus. Der Grabstein des Pfarrers befindet sich heute in der Kirche.

Bemerkenswert an diesem 1697 bis 1700 im Auftrag des Zisterzienserinnenkonvents unter Abtissin von Aldenbruck erbauten Gotteshauses ist die Einheitlichkeit. Bis auf wenige Kunstwerke (Marienaltar u. Kreuzweg) stammt alles aus der Barockzeit!

Die jetzige Kapelle wurde 1722 gebaut und der Platz wurde bis 1882 als Begräbnisstätte genutzt. Sie ist 6 m breit, 13,5 m lang mit 3/8 Schluss und misst 5 m Höhe bis zur Innendecke. Ihr Turm stammt aus dem Jahr 1742.

Das markante Wahrzeichen prägt den Ortsteil Berwicke seit über 800 Jahren. Von Hamm kommend ist Haus Nehlen mit seinen wuchtigen Türmen und dem stattlichen Dach zu erspähen. Am 25. März 1268 wurde ein Bürger Namens Johann von Nelen in einer Urkunde erstmals erwähnt. Viele Generationen verblieb die Burganlage im Besitz der Familie von Plettenberg, ging dann in den Besitz der Familie von Boeselager über. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg von Inspektoren und Pächtern verwaltet und bewirtschaftet. Die Burg, auf Eichenpfählen erbaut und im inneren Gräftenring liegend, umgeben von einem weiteren Gräftenring, auf dem die Wirtschafts- und Stallgebäude liegen, ist eine Zweiinselanlage. Heute in Privatbesitz, ist dieses imposante Bauwerk heute noch genauso wie vor Jahrzehnten sehenswert.

Im Jahre 1300 erbaut, gilt die Burg Vellinghausen als Wahrzeichen des Doppeldorfes Eilmsen-Vellinghausen. Erster Besitzer war Rötger von Galen. Heute steht die Burg in Privatbesitz und ist bewohnt.

Erwähnenswert ist auch die Schlacht bei Vellinghausen aus dem Siebenjährigen Krieg. 1761 standen sich dort englische Truppen mit ihren Verbündeten (Braunschweiger, Hessen und Hannoveraner) und zwei französische Heere gegenüber. An der Schlacht waren 210.000 Soldaten beteiligt. Die Franzosen verloren trotz deutlicher personeller Überlegenheit. An die Schlacht erinnert ein Denkmal am Löwenwäldchen welches zum 150-jährigen Jubiläum der Schlacht errichtet wurde.

Im Grenzbereich der Gemeinde Welver zur Nachbargemeinde Lippetal befindet sich seit 1993 das Naturschutzgebiet Ahsewiesen. Die Ahsewiesen sind geprägt von feuchtem und nassem Grünland, Röhrichten, Hecken und Kleingewässern in der Aue der Ahse und den nördlich angrenzenden Hängen. Als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet von Wat- und Wasservögeln, für Amphibien, Libellen und artenreiche Grünlandgesellschaften hat das Schutzgebiet einen besonderen Wert. Eine große Population von Störchen ist jedes Jahr Anziehungspunkt für viele Naturliebhaber.