Klimaanpassung - Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität im öffentlichen Raum

Ziel: Sicherung der Artenvielfalt durch Anlage und Erhaltung von Blühstreifen

Die Gemeinde hat rund 10.000 g Saatgut zur Anlage von Blühstreifen im Gemeindegebiet angeschafft. Damit können bis zu 7.000 qm Blühstreifen angelegt werden. Weitaus mehr als im vergangenen Jahr angelegt wurden.

Das Insekten- und Bienensterben stellt heutzutage ein großes Problem dar. Eine mögliche Ursache ist die Fragmentierung und Zerstörung von Lebensräumen durch voranschreitende Versiegelung. Um dem Trend entgegen zu wirken und damit gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Förderung der Biodiversität zu leisten, möchte die Gemeinde die Pflanzenvielfalt im öffentlichen Raum erhöhen.

Um dies zu erreichen, werden einjährige sowie mehrjährige Blühmischungen gezielt auf öffentliche Flächen im Gemeindegebiet eingesäht. Die Bepflanzung von Flächen mit bodenbedeckender Vegetation verringert die Austrocknung des Bodens und verbessert damit das Versickerungsvermögen und die Kühlleistung des Bodens. Die Bepflanzung trägt zudem dem Mikroklima bei.

Für die Insektenwelt, insbesondere Wildbienen und Schmetterlinge, sind die Pflanzen wertvolle Pollen- und Nektarquellen und auch wir können uns an der Farbpracht der Blühstreifen erfreuen. Die Anzahl der Blühstreifen in unserem öffentlichen Raum nimmt zu und auch jeder weitere naturnah gestaltete Raum hilft an dieser Stelle; sei es der Garten, Vorgarten, Balkon oder einfach nur der Blumenkasten.

Sie wollen noch dieses Jahr eine Blühfläche einrichten? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür!

 

Tipps zum Anlegen von Blühflächen

Blühflächen bevorzugen nährstoffarme, eher trockene Böden an einem sonnigen Standort. Aber auch an Stellen mit nährstoffreichem Boden und im Halbschatten lassen sich wilde Wiesenflächen anlegen, wenn auf die richtige Auswahl der Pflanzen geachtet wird.

Die Größe der Blumenwiese entscheidet darüber, wie viel Saatgut gebraucht wird. Im Schnitt reichen fünf bis zehn Gramm Saatgut je Quadratmeter. Vor der Aussaat sollte eine tiefe Bodenbearbeitung erfolgen. Dies ermöglicht dem Boden, sich abzusetzen und hilft effektiv gegen Verunkrautung. Etwa ein bis zwei Tage vor der Aussaat sollte der Boden nochmals flach gelockert werden (z.B. mit Kreiselegge oder Federzinkengrubber). Dies wirkt weiter der Verunkrautung entgegen und ebnet das Saatbett.

Sandige und besonders trockene Böden sollten vor der Aussaat mit Hilfe einer Walze etwas verfestigt werden. Ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett ist die beste Voraussetzung für eine gelungene Blühfläche.

Wenn der Boden gut vorbereitet ist, geht es an die Aussaat. Das Saatgut wird auf der Fläche verteilt und anschließend mit der Walze erneut bearbeitet. Das sorgt dafür, dass alle Samen von Erde umschlossen werden und gut keimen können. Die Saatfläche großzügig und flächendeckend durchfeuchten; am besten geeignet ist ein Schwenkaufsatz für die Gießkanne oder den Wasserschlauch, um zu vermeiden, dass sich Pfützen bilden. Auch in den nächsten vier bis fünf Wochen sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden, denn besonders zur Keimung benötigen die Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit.