Netzgesellschaft der Gemeinde Welver und innogy gewährleistet langfristigen Kapitalaufbau

V.l.n.r.: Frank Eikel (innogy), Camillo Garzen, Bürgermeister Uwe Schumacher, Johannes Kobeloer (innogy) und Jens Viefhues (Westnetz)

Die Gemeinde Welver und das Energieunternehmen innogy haben heute die Verträge zur Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft unter der Firmierung „Welver Netz GmbH & Co. KG“ unterzeichnet. Die neue Stromgesellschaft, bei der die Gemeinde Welver mit einer Beteiligung von 51 Prozent mehrheitliche Eigentümerin der Stromverteilnetze ist, wird zum 1. Juli 2020 gegründet. Zur Gründung der Netzgesellschaft übernimmt die Welver Netz GmbH & Co. KG das rund 375 Kilometer umfassende Stromnetz mit ca. 4.000 Hausanschlüssen. Die Netzgesellschaft betreibt diese Netze nicht selbst, sondern verpachtet sie an innogy und deren 100-prozentige Tochtergesellschaft Westnetz GmbH, die die Netzbetreiber- und Betriebsführungsrolle übernimmt.
Bürgermeister Uwe Schumacher hob die wesentlichen Vorteile des Partnerschaftsmodells hervor: „Langfristig wird kommunales Vermögen in erheblichem Maße aufgebaut, da dem Kapitaleinsatz ein tatsächlicher Gegenwert in Form von kommunaler Infrastruktur gegenübersteht. Als Mehrheitsgesellschafter der Welver Netz GmbH & Co. KG haben wir als Kommune einen wesentlichen Einfluss auf den Ausbau und Erhalt des Strom- und Gasnetzes. Für die Finanzen bietet diese Beteiligung einen grundlegenden Beitrag zur Haushaltskonsolidierung.“  
Auch das Gasnetz wird mittelfristig in das Eigentum der Netzgesellschaft übernommen. Zum 01. Januar 2021 erfolgt die Gründung der dazugehörigen Gasgesellschaft „Welver Gasnetz GmbH“ als 100-prozentige Tochter der Welver Netz GmbH & Co. KG. Zu diesem Zeitpunkt übergeht das über 75 kilometerlange Gasnetz mit ca. 1.720 Gas- Hausanschlüssen und sieben Gasdruck-Regelmessanlagen in das Eigentum der Netzgesellschaft.
Jens Viefhues, neuer Leiter des Westnetz-Regionalzentrums in Arnsberg, hob die personelle und technische Zusammenarbeit mit der Gemeinde hervor und sagte: „Ich freue mich besonders, dass das Personal der nahegelegenen Westnetz-Betriebsstelle, welches jahrlange Ortskenntnisse mitbringt, der Netzgesellschaft erhalten bleibt und so weiterhin einen sicheren Netzbetrieb gewährleistet. Mit Blick auf die Energiewende kommen der Strom- und Gasversorgung noch stärkere Bedeutung zu. Wir werden die Investitionen für das Netz gemeinschaftlich festlegen und die hohe Leistung und Zuverlässigkeit in gewohnter Weise sicherstellen.“
Johannes Kobeloer, innogy-Kommunalbetreuer, ergänzte: „Durch die Umgestaltung der Eigentumsverhältnisse ändert sich jedoch nichts für die Bürgerinnen und Bürger in Welver. Auch alle bekannten Ansprechpartner und Anlaufstellen bleiben erhalten. Wir sind glücklich, der Gemeinde Welver in der Ausschreibung um die strategische Partnerschaft einen attraktiven Weg der Zusammenarbeit unterbreitet zu haben. Diese gemeinsame Gesellschaft hebt unsere jahrzehntelange Partnerschaft auf eine neue Ebene.“