19. März 2020

Gemeinsam stark! Gemeinsam aktiv!

Die Gemeinde Welver unterstützt die Hilfsbereitschaft vieler Menschen, um angesichts der drastischen Beschränkungen des Alltagslebens hilfebedürftigen Menschen Unterstützung zu leisten. Derzeit sind schon zwei Aktivitäten aus der Bevölkerung im Rathaus bekannt.
Bürgermeister Uwe Schumacher begrüßt sehr, „wie sich solche Hilfen in unseren Ortsteilen spontan aus guter Nachbarschaft, aus dem Zusammenhalt im Freundeskreis oder im Verein entwickeln“. Getreu dem Motto „Wir sind Welver“ soll nunmehr ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Akteuren gegründet werden, die besonders gefährdete Bürgerinnen und Bürgern unterstützen. „Jetzt ist die große Solidarität unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger gefragt“, so Bürgermeister Uwe Schumacher. „Wir benötigen Freiwillige, die nicht zu den Risikogruppen gehören. Einsatzmöglichkeiten gibt es bei älteren und vorerkrankten Menschen, für die beispielsweise Einkäufe oder Botengänge erledigt werden können.“
Die bis dato gezeigte Solidarität gilt es zu bündeln und koordinieren. „In den kommenden Tagen und Wochen wird dies für uns in Welver wohl noch viel wichtiger werden“, ist sich Schumacher sicher. Um Menschen gezielter helfen zu können, die in der aktuellen Lage nicht auf Angehörige oder Bekannte bauen können, hat die Gemeinde eine Rufnummer eingerichtet.  

02384 51 444


Die Hilfesuchenden und auch die Helfer können sich montags bis donnerstags von 9 bis 11 und von 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 11 Uhr telefonisch im Rathaus melden. Am Telefon wird Jürgen Scholz aus dem Fachbereich 2 „Soziales“ die Anliegen, respektive die Hilfeangebote aufgreifen. Die Anfragen werden zentral erfasst und anschließend dem ehrenamtlichen Helferkreis übermittelt. Die Helfer setzten sich dann selbst per Telefon mit dem Hilfesuchenden in Verbindung. Die Hilfeleistung selbst ist eine ehrenamtliche, persönliche Unterstützung.
Der Bürgermeister bittet dabei „um Verständnis, dass ehrenamtliche Helfer auch einen Hilfewunsch ablehnen bzw. zurückgeben können, wenn sich im direkten Kontakt herausstellt, dass jemand mehr möchte, als angemessen ist oder der Helfer gerade selbst leisten kann“. Ein Anruf im Rathaus löse auch keine verbindliche Bestellung oder einen Anspruch auf eine Hilfe aus, vielmehr versuche man mit allen Beteiligten ein Netzwerk nachbarschaftlicher Hilfe zu knüpfen. Kinderbetreuung, um den Ausfall von Schule oder Kindergarten auszugleichen, kann nicht organisiert werden, weil dies den Zielen des Infektionsschutzes widerspricht.

Wichtige Fakten:

Das Netzwerk soll nur Personen zur Verfügung stehen, die
•    in Quarantäne sind,
•    die aus anderen gesundheitlich zwingenden Gründen zu Hause bleiben müssen
•    die über 65 Jahre alt und in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und/oder große Sorgen haben, sich jetzt in der Öffentlichkeit zu bewegen, zum Beispiel weil sie chronische Vorerkrankungen haben,
•    und die zudem dafür keine andere Hilfe z. B. durch Angehörige oder Nachbarn bekommen können.
•    Bei den Hilfeleistungen geht es vor allem um unaufschiebbare Besorgungen für den Lebensunterhalt also ein Einkauf von Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder ähnlichem. Im Einzelfall vielleicht auch eine Postbesorgung, Bank- oder Behördensache.

Zu guter Letzt eine Bitte von Bürgermeister Uwe Schumacher:
Das Coronavirus und die Maßnahmen gegen seine Ausbreitung schränken das öffentliche Leben immer weiter ein. Wer zu den Risikogruppen gehört, sollte zu Hause bleiben, um die eigene Ansteckungsgefahr zu verringern. Es geht darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Und dabei müssen wir, das ist existentiell, auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren.
Insofern appelliere Ich an alle Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Reduzieren Sie soziale Kontakte bis auf ein Mindestmaß. Auch nachbarschaftliche Kinderbetreuung in Gruppen und private Gruppentreffen sind nach den Regelungen der derzeit gültigen Allgemeinverfügungen (veröffentlicht auf www.welver.de) nicht erlaubt.