21. Januar 2019

Fast alle Welveraner sollen in drei Jahren schnelles Internet haben

Foto: Michael Dülberg

Welver - Im Moment hinkt der Ausbau des Glasfasernetzes in Welver um einige Wochen hinterher. Das wird von Bürgern kritisiert und von der Verwaltung eingeräumt. Doch für Bürgermeister Uwe Schumacher und Wirtschaftsförderer Detlev Westphal ist das ein vorübergehendes Problem. Sie sagen voraus, dass es in den kommenden Jahren enorme Verbesserungen beim Breitbandnetz in ganz Welver geben wird – eine Versorgung von nahezu 100 Prozent. Das habe vor drei Jahren noch niemand zu hoffen gewagt. Zunächst kommt im Frühjahr 2019 die Glasfaser von Innogy bis zum Bordstein (FTTC), Ende 2020 gibt es dann Glasfaser nochmals vom Kreis Soest veranlasst und von Innogy verlegt bis zum Gebäude (FTTB) und nochmal ein bis zwei Jahre später ab 2021 hoffentlich Glasfaser auch bis zum letzten Einzelgehöft in den Randlagen der Großgemeinde. Gefördert werden die Vorhaben durch den Bund 50 Prozent, das Land NRW 40 Prozent und Zuschüsse vom Stärkungspakt 10 Prozent. Mit der Breitband-Förderung „Call 6“ stellt der Bund jetzt noch einmal Mittel bereit, um die Versorgung zu verbessern. Die Gemeinde Welver und Breitband-Koordinator Christoph Hellmann vom Kreis Soest haben gerade jetzt einen Plan koordiniert, in dem sämtliche Einzellagen eingezeichnet sind. Hellmann stellt dann im Namen des Kreises Soest für die Welveraner und auch die anderen Kommunen die entsprechenden Förderanträge. „Erst waren wir die letzten, jetzt werden wir die ersten sein im Kreis Soest, was die Versorgung mit schnellem Internet angeht“, freut sich Bürgermeister Uwe Schumacher. Wirtschaftsförderer Detlev Westphal ergänzt den Status Quo der Ausbauarbeiten durch Innogy: Bei Glasfaser bis zum Bordstein fehlen lediglich noch ein Strang nach Klotingen, ein Stück zwischen Werl und Scheidingen sowie die Verbindung nach Illingen. Diese Lücken sollen in den kommenden Monaten geschlossen werden. Fertig sind hingegen die Verbindungen nach Scheidingen bis ins Gewerbegebiet und die Leerrohre von Welver über Recklingsen bis nach Nateln. Hier sollen demnächst die Glasfasern eingeblasen werden. Die Verzögerungen erklärten sich unter anderem durch die Trockenheit im vorigen Sommer, unerwartete Probleme bei den Bauarbeiten sowie durch Versorgungsengpässe bei der Glasfaser und bei den Kapazitäten der Baufirmen, denn nicht nur im Kreis Soest wird derzeit mächtig rangeklotzt, was den Breitband-Ausbau und weitere Baumaßnahmen angeht. (Quelle: Soester Anzeiger vom 21.01.2019)