14. März 2017

Beispielhafte Lösung

Vier Flüchtlinge packen bei „Neubauer Automation“ mit an

Wirtschaftsförderer Detlev Westphal (links) und Bürgermeister Uwe Schumacher (rechts) freuen sich, dass Hermann Neubauer (zweiter von rechts) und dessen Sohn Christoph vier Flüchtlinge beschäftigen. Foto: Frank Soester Anzeiger

 

WELVER Hermann Neubauer, Seniorchef des Unternehmens „Neubauer Automation“ ist erster Linie Geschäftsmann und immer auf der Suche nach guten Lösungen. Eine dieser guten Lösungen hat er zusammen mit Wirtschaftsförderer Detlev Westphal Anfang dieses Jahres gefunden: Vier Flüchtlinge sind in seinem Unternehmen als Produktionshelfer beschäftigt, zwei von ihnen wohnen mittlerweile in einer Wohnung, die Neubauer für die beiden jungen Männer aus Syrien und dem Irak angemietet hat. Neubauer ist zufrieden mit dem Ergebnis, die vier jungen Männer ebenso. Eine klassische win-win-Situation. Westphal, damals noch in der Funktion als Integrationsbeauftragter der Gemeinde, organisierte einen Integrationskurs. Im Laufe eines solches Kurses lernt man, einzuschätzen, wie zuverlässig die Menschen sind und ob sie wirklich einen neuen Anfang wollen oder nicht. Bei den vier Männern, die nun bei Neubauer beschäftigt sind, fiel eines sofort auf: Sie waren engagiert und motiviert, sie wollten etwas tun, aus dem Kreislauf aus herumsitzen und Zeit vertrödeln, den viele der Flüchtlinge in den Unterkünften tagtäglich erleben, ausbrechen. Praktikumsverträge wurden geschlossen, aus denen mittlerweile befristete Arbeitsverträge geworden sind. Natürlich gab es anfangs auch Schwierigkeiten, weil viele Gepflogenheiten der deutschen Arbeitswelt den neuen Mitarbeitern einfach nicht vertraut waren. Auch Juniorchef Christoph Neubauer war aktiv in den Prozess eingebunden und fand es teilweise zwar schwierig mit den ganzen Genehmigungen, die man so brauchte, aber alle, egal ob Jobcenter, Gemeinde oder Ausländerbehörde waren total kooperativ und haben dennoch eine schnelle Einstellung möglich gemacht.  Hermann Neubauer und sein Sohn möchten eines vor allem betonen: „Die Leute, die wir hier eingestellt haben, haben keinem Deutschen den Arbeitsplatz weggenommen. Die bittere Realität ist nämlich, dass wir lange nach deutschen Arbeitnehmern gesucht haben, die den Job machen wollen. Und die haben wir nicht gefunden, obwohl die Tätigkeit gut bezahlt wird.“ Den beiden Unternehmern ist es wichtig, dass die Geflüchteten im Unternehmen dieselben Vorteile haben, wie alle andere Mitarbeiter: „Wir zahlen nicht unterschiedlich. Sie bekommen denselben Lohn wie die Stammbelegschaft. Außerdem haben sie dasselbe Recht auf Urlaub und alles andere.   Soester Anzeiger vom 14.03.2017 pat

Unternehmer, die sich für die Einstellung oder Erprobung von Flüchtlingen interessieren, können sich bei Wirtschaftsförderer Detlev Westphal beraten lassen. Er ist erreichbar unter Telefon 02384/51111 oder per Mail an d.westphal(at)welver.de